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Untauglicher Versuch 12.12.2010
 


Den Anschlag in Stockholm betitelte faz.de zuerst als »versuchten Terroranschlag«.
Bei der FAZ kann man schon froh sein, dass nicht im Feuilleton »Knall! Krach!« getitelt wurde, aber wieso Versuch, es gab doch eine Explosion? Hier muss juristisches Expertenwissen herangezogen werden. Prüfen wir die Vollendung. Es gab eine Handlung, das Auslösen der Detonation, aber Zweck war der Terror, also das Erschrecken der Bevölkerung. Dieser Taterfolg ist nicht eingetreten, man geht achselzuckend mit den üblichen verbalen Selbstattacken darüber hinweg. War also nichts mit dem Terror.
Zur Frage des Versuchs prüfen wir den Vorsatz, wobei wir im Hypothetischen bleiben müssen, denn der Täter hat sich selbst gesprengt, ist also nicht vernehmungsfähig und nicht einmal schuldig, da gegen ihn nicht ermittelt wird und er somit nicht verurteilt werden kann. Von einem Versuch sprechen kann man also nur, wenn man den Vorsatz unterstellt, doch das führt in Vorurteile, Ressentiments, Generalverdacht und Hetze, das wollen wir nicht. Deswegen darf man auch von einem Versuch nicht sprechen, und mangels Vollendung entfällt Fahrlässigkeit. Anwendbar ist also allenfalls, als Auffangtatbestand, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Das hält natürlich Claudia Roth nicht davon ab auszusagen, dass jetzt alle, die sie kennt, Angst vor Gegenreaktionen haben.


 





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