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Lehrerwerbung 9.3.2009
 


Die Bundesländer beginnen eine Konkurrenz um junge oder wenigstens frische Lehrer. Die Abwerbung von Lehrkräften ist einfacher und weniger riskant, als einen Nachwuchs an den eigenen Universitäten heranzuziehen, von dem äußerst unsicher bleibt, ob er gut genug ist, den Strapazen gewachsen zu sein, aber auch nicht so gut, als dass er von anderen Bundesländern abgeworben würde.

Bekannt und zu beklagen ist, dass nicht die besten Schüler eines Abiturjahrgangs sich für den Lehrerberuf entscheiden. Offenbar wirkt das Motiv, nicht an der Schule bleiben zu müssen, stimulierend auf die Leistungsbereitschaft. Andererseits sinhandelt es sich bei den Jahrgangsbesten auch nur solche, die das Punktesystem verstanden haben und so durch gezielte Fächerabwahl den Durchschnitt zu optimieren imstande waren. So gesehen ist es ganz gut, wenn die anderen, die sich nicht vorrangig um die Punkte gekümmert haben, vor die Klassen treten und demonstrieren, dass die Schule doch auf das Leben vorbereitet.
Das Erziehungssystem ist mehrgliedrig strukturiert. Die Grundlage bilden Internet und Computerspiele, darauf aufbauend übernimmt die Super-Nanny eine korrigierende Funktion. Die Schule erfüllt die Funktion, im sozialen Umgang die Charaktere und Hierarchien festzulegen. Die Figur des Lehrers dient dazu, das Erfolgserlebnis zu verschaffen, indem man als junger Mensch das Gefühl bekommt, solche Dinge wie Stress und Burn-out-Syndrom auszulösen.
Am Personalmangel liegt sowohl die hohe Schülerzahl als auch die geringe Anzahl der Lehrer in den Klassen. Meistens steht nur einer vorn, dann nennt man das Frontalunterricht und es ist veraltet. Moderner ist es, der Lehrer mischt sich unauffällig unter die Schüler und versucht, auf die Klasse dahingehend einzuwirken, dass sie sich mit Fantasie zu der Vorstellung bewegt, es könnte ein erschließbares Wissen existieren, das man noch nicht kennt, das man aber mit der in Projektarbeiten erworbenen Suchkompetenz irgendwo aufrufen kann. Damit wäre man bereit zum Bachelor-Studium. Es liegt auf der Hand, dass mehrere Lehrer pro Unterrichtsstunde darin produktiver wären.


 





*  Das Kreuz mit dem „t“
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*  Euro
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*  Kontrolle
*  Seniorenhaft


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