AKTUELL    GESCHEHEN    SALON    LEBEN  
   pardon Archiv  |   Impressum  |   Kontakt  



LEBEN  Start  Zurück | Zum nächsten Artikel 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Fortsetzungsgeschichte 19.9.2009
Folge 19
 



Mir kam die Idee zu dem Experiment, aus einer Echse Godzilla zu machen. Ich ließ in Pakistan eine Atombombe testen und einen Komodo-Waran der Strahlung aussetzen. Das Ergebnis enttäuschte. Statt an Größe zu gewinnen, schrumpfte das Reptil bei seiner Verwandlung. Hinterher sagten natürlich alle »War ja klar, ist doch mit den Versuchspersonen genauso gelaufen.«
 
 

 
 
Die Initiierung von al-Paraquaida war mir ein besonderes Anliegen. Viele Behinderte waren dankbar, wieder gebraucht zu werden. Schließlich fielen immer sehr viele an, weil natürlich die besten die Selbstmordanschläge und Trainingseinheiten überlebten.
 
 

 
 
Meine Tätigkeit wird zu oft in der Öffentlichkeit verzerrt und trivialisiert dargestellt, sogar für terrorfremde Zwecke benutzt. Mein soziales Engagement sollte nicht nur, wie oft behauptet, mein Gewissen ausgleichen. Immer wieder wurde mir unterstellt, es ginge mir nur ums Öl. Nein, mein Einstieg in den Fußballverein »Dunkle Energie Cottbus« sollte meine Altersvorsorge werden.
 
 

 
 
Um mein angebliches Verschwinden für mehrere Monate ranken sich Gerüchte, über die ich nur schmunzeln kann. Richtig ist, dass ich trotz aller terroristischen Erfolge kurzzeitig an einem Bomber’s Block litt. Keineswegs war ich ausgebrannt, schon gar nicht hatte ich mich nach Doppelgängern zur Nachfolge umgetan. Völlig abwegig ist die Behauptung, ich hätte mich in einer Drogenklinik von der Alkoholabstinenz kuriert.
 
 

 
 
Ich hatte mich zurückgezogen, um neue Show-Formate für das Internet zu konzipieren. Die Show »Born to Bomb« verband Quiz und Game.
 
 

 
 
Mein Talk »Osamas Woche« war formal reduzierter und kam besonders bei existenzialistisch eingestellten Intellektuellen gut an. Als Mitglied der Casting-Crew in »Al-Qaida sucht den Superbomber« habe ich scharenweise fabelhafte Talente getroffen. Viele haben schon beim Recall alles gegeben. Schade um sie.
 
 

 
 

 
 

 
 
Die ersten glaubten noch daran, groß ’rauszukommen. Die Videos, die ihren Abschied zeigten, waren wirklich schön gemacht. Zu meiner Verwunderung wurde das Format ein Dauerbrenner. Auch alle Nachfolgenden ließen sich nicht mehr von den verschwundenen Superbombern abschrecken und glaubten doch wieder, auserwählt zu sein. »Die Terror-Nanny« wäre durchaus grimmepreisverdächtig, wenn er auf einem öffentlichrechtlichen Kanal laufen würde.
 
 

 
 
Die Journalisten hofierten mich, solange ich ihnen immer eine Story bieten konnte. Je mehr ich sie verachtete, desto begehrter wurde ich für sie.
 
 

 
 
Fortsetzung folgt


 





*  Akt
*  Suche
*  Schauspielercartoon
*  Schlechter Sex
*  Kabarettkundschaft
*  Vorwurf


  AKTUELL    GESCHEHEN    SALON    LEBEN  
   pardon Archiv  |   Impressum  |   Kontakt  
Pardon Magazin
Online-Satirezeitung