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Gefälle 28.11.2011
 


Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt ein geographisches Gefälle bei der Schulbildung; der Süden ist schwach, der Norden aber noch schwächer.
Nun ist es prinzipiell fragwürdig, die schulischen Leistungen in Abhängigkeit von einer Größe, die darauf keinen offensichtlichen direkten Einfluss hat, zu messen, aber wenn die Ergebnisse so eindeutig sind, lässt die Statistik keinen anderen Schluss zu, als dass ein Zusammenhang besteht, daher ist zu fragen, wie sich die Nördlichkeit auf Schule, Lehrer und Schüler auswirkt.
Im Norden sind die Tage kürzer. Man kann annehmen, dass der Mangel an Tageslicht den Eifer lähmt und Leistungsbereitschaft hemmt. Wer früh aufstehen muss, wenn es noch dunkel ist, hat ein gefühltes Schlafdefizit. Im Sommer mag die Sache anders aussehen, aber da sind Ferien.
Im Süden ist es auch noch wärmer, was die Laune und damit die Motivation anhebt, jedenfalls, bevor es noch weiter südlich wieder zu heiß wird.
Die Erforschung der Ursachen bringt aber nur dann etwas, wenn sie ergibt, dass niemand etwas dafür kann. Es ist indes nicht klar, was man tun kann, um den Süden so weit zu verschlechtern, dass die Gleichheit gewährt ist. Man kann nur auf die Zeit vertrauen und darauf hoffen, dass alle Lernkonzepte und Schulreformen irgendwann einmal überall drangekommen sind und ihre Wirkung entfaltet haben, so dass es den zuständigen Kommissionen leichter fällt, sich darauf zu verständigen, was der beste Ersatz für Unterricht ist.
So hat sich zum Beispiel gezeigt, dass der Verzicht auf Orthographie zwecks stressfreien und frustlosen Schreibens nichts anderes bewirkt, als dass die Kinder in höheren Klassen immer noch nicht wissen, dass es eine richtige Schreibweise gibt, die vielleicht anders gehen könnte. Aber deshalb kann man das Konzept nicht verwerfen, um seine Initiatoren, die womöglich an Universitäten arbeiten, nicht zu frustrieren und zu stressen.
Bleibt nur, das Rating von Schulen zu unterbinden oder zu regulieren, um die Bildungsmärkte zu beruhigen, oder den Schülern im Norden nicht mitzuteilen, dass sie im Norden sind, um sie nicht unnötig zu demotivieren.


 





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