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 GESCHEHEN  9.1.2015 

Das Kreuz mit dem „t“




Wenn Sie diesen Artikel lesen, können Sie gaaanz entspannt bleiben. Hier müssen Sie endlich einmal keine Sorge haben, in Ihren religiösen Gefühlen verletzt zu werden. Nehmen Sie den Koran in die linke, Pardon in die rechte Hand, kontrollieren Sie noch einmal den Schleier Ihrer Nachbarin und freuen Sie sich mit mir, dass man in manchen Alpendörfern tatsächlich damit beginnt, Gipfelkreuze von den Bergen zu holen. Die haben lange genug die religiösen Gefühle von Muslimen verunglimpft. Schließlich gehören die Berge doch allen.


Es kommt endlich etwas in Bewegung im Abendland. Nach so vielen Jahren aggressiver Meinungsfreiheit wird Einhalt geboten, einfach alles zu sagen und zu schreiben, was man denkt. Das war ein Irrweg voller gefährlicher Provokationen. Es ist daher ein Meilenstein in der Geschichte Europas, dass holländische Filmemacher jetzt nicht mehr unbekümmert zeigen können, was sie wollen. Dass die 27 EU-Außenminister sich gegen das weltfriedensbedrohende Filmchen „Fitna“ ausgesprochen haben, zeigt herausragende Führungsstärke. Die Kunst ist ohnedies in jüngster Zeit zu frech geworden. Sie und die ebenso dreiste, freie Literatur kritisieren seit Jahrhunderten schon die Religion. Damit wird nun Schluss gemacht.


Den ersten Triumph hat die neue Kultur der Selbstzensur mit den Karikaturen aus Dänemark errungen. Seither trauen sich diese Schmierfinke des Abendlandes keine ketzerischen Zeichnungen mehr zu. Und das Beispiel hat Schule gemacht. Der Durchbruch zur kulturellen Selbstreinigung im Alltag ist da: Nikolausfeiern in Kindergärten werden abgesagt, Stewardessen sollen ihre Kreuze von den Halsketten ablegen, islamkritische Kunstwerke werden aus Museen entfernt. Endlich werden wir sensibel. Ja gewiss, Angst spielt zuweilen auch eine Rolle. Aber ist Angst nicht auch ein Indiz für Weitsicht?


Die neue Demut zeigt, dass man die eigene Kultur und Tradition nicht mehr zu Demonstrationszwecken missbrauchen muss. Wie damals beim Berliner Opernkrach, als doch tatsächlich Mohammed thematisiert werden sollte. Da gab es schon eine feinfühlige Intendantin, die die Oper absagen wollte. Nur eine Handvoll Provokateure und Ewiggestriger beharrte noch auf der Kunstfreiheit. Sie geraten nun in die Minderheit.


Ein leuchtendes Beispiel für die neue Demutskultur ist Eintracht Frankfurt. Zu den Unsitten dieses Vereins gehörte es, dass die Fans alljährlich über das Design des Trikots entscheiden durften. Ein libertinärer Fehler von vornherein. Nun fiel die Wahl der Fans auch noch auf ein schneeweißes Hemd mit schwarzem Kreuzmuster. Es hätte Schlimmes, ganz Schlimmes passieren können. Ein weiser Vereinsvorstand erkannte die Gefahr und untersagte den verblüfften Fans das Kreuz. Denn wenn Kreuze zu sehen seien, dann könnten sich Muslime verletzt fühlen, meinte die Eintracht-Führung. Sehr verantwortungsbewusst. Eintracht eben, da ist Nomen Omen. Statt Kreuze machen nun Wellen das Dekor. Wunderbar, das gefiele bestimmt auch den 27 EU-Außenministern. Sie sollten mal über Autobahnkreuze und die Schweizer Fahne nachdenken. Gefährlich, sehr gefährlich!


Diese insgesamt erfreuliche Entwicklung könnte nun durch eine einfache, aber konsequente Initiative gekrönt werden: Mit der Abschaffung des Buchstaben „t“. Dieser Buchstabe ist für Nichchristen nur schwer zu ertragen, denn er zeigt ein verkapptes Kreuz. In ihm verbirgt sich die ganze aggressive Arroganz westlicher Selbstgefälligkeit.
Massenhaft, täglich, überall verletzt das „t“ die religiösen Gefühle von Millionen. Das „t“ gehört im Deutschen zu den häufigsten Buchstaben, es macht mehr als sechs Prozent des gesamten Sprachschatzes aus. Das allein verrät schon eine sublime christliche Überlegenheitsgeste. In Wahrheit ist das „t“ die subversive Waffe einer imperialistischen Religion, die den Stolz und die Ehre der Nicht-t-Kulturen übel verhöhnt.


Jeder Deutsche, ja gerade wir Deutsche, sollten uns bewusst werden, welche Sprengkraft in dem Buchstaben „t“ steckt. Wir brauchen daher ein Signal der Versöhnung und Verständigung. Das „t“ thront schließlich wie eine Fratze der Dekadenz über dem Schlüsselwort „Toleranz“. Es reicht schließlich auch, von Oleranz zu reden. Oder ewa nich? Auch „Gott“ ist eine Zumutung mit dem verdoppelten Kreuz. „Go“ würde völlig genügen für die Wellness-Religion des Westens. Jenes Christentum klänge doch ohne „t“ als Krisenum viel umgänglicher.


Und wenn die Zeitung nur noch Zeiung hieße, könnte man das Präfix Ver- voranstellen und hätte gleich eine adäquate Ausdrucksform der inneren Haltung im Zeitalter der Selbstzensur. Denken Sie an den Dialog der Kuluren, an das Muli-Kuli-Mieinander, an den Verra eigener Were und Radiion. Und wenn wir stürben, dann wären wir „o“. So soll es sein: Nieder mit dem „t“.


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 GESCHEHEN  8.1.2015 

  

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 GESCHEHEN  21.11.2014 

  Euro

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 GESCHEHEN  4.9.2013 

  Wahlen

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 GESCHEHEN  4.9.2013 

Kontrolle
Martin Herrmann

Anlässlich einer Routinekontrolle wegen fehlerhafter Rücklichter von fand die Polizei in Oklahoma City im Tourneebus von Rapper 2 Chainz halbautomatische Waffen, Schrotflinten und verschreibungspflichtige Schmerzmittel. Nach Zahlung einer Kaution von 2000 Dollar durften die Jungs weiterfahren. Die Schmerzmittel waren wohl korrekt verschrieben worden.

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 GESCHEHEN  3.9.2013 

Seniorenhaft
Martin Herrmann

Ein 80-jähriger Brasilianer saß 24 Jahre zu lange im Gefängnis. Der inzwischen auf ärztliche Betreuung angewiesene Mann habe habe freiwillig niemanden auf den Irrtum hingewiesen. Auch nicht vor 24 Jahren, als er wohl noch gesund war. Man fand bei der Inspektion noch fünf weitere Senioren, die schon lange auf freiem Fuß gewesen wären. Das Gefängnis hat weder dauernd fließendes Wasser noch Kanalisation. Der menschlichen Natur reichen eben vier Wände, und Gitter bedeuten nur die Gewissheit, dass Besuch nicht so leicht reinkann. In Freiheit wird der alte Herr bald sterben, wenn er nicht auf den Gedanken kommt, dass er immerhin 24 Jahre den Staat um Kost und Logis geprellt hat. Darauf stehen garantiert noch einmal einige Jahre Haft, vielleicht schafft er es ja zu lebenslänglich.

Wenn die Senioren auf die Idee kommen, per Gesetzesübertritt eine Grundversorgung zu erlangen, sollte man die Gesetze altersgerecht anpassen. Nicht, dass immer irgendwelche Familientragödien für Schlagzeilen sorgen müssen, wo doch der Alte bloß eine einfache Unterkunft sucht.

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 GESCHEHEN  3.9.2013 

  Nach dem Duell

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 GESCHEHEN  3.9.2013 

Dreierduell

In der ARD duellierten sich die Vertreter der drei kleinen im Bundestag vertretenen Parteien. Duell ist trotzdem richtig, weil einer immer nur gegen einen anderen kämpft.
Es ging heftiger zu als zwischen Merkel und Steinbrück, denn die müssen auch nicht vielleicht zusammen eine Koalition bilden.
Einen eindeutigen Sieger hat es Medienberichten zufolge nicht gegeben, außer natürlich Stefan Raab, der sich clevererweise herausgehalten hat.

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 GESCHEHEN  2.9.2013 

  Steinbrück punktet

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 GESCHEHEN  2.9.2013 

TV-Duell

Das TV-Duell fand große Beachtung. Die meisten Zuschauer fanden, die Moderatoren wären auch ganz gut ohne Merkel und Steinbrück ausgekommen.
Die Nation ist nun gespannt auf das TV-Duell zwischen Obama und Assad.

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 GESCHEHEN  1.9.2013 

Maut

Der in Bayern bekannte und beliebte Politiker Horst Seehofer hat bekanntgegeben, dass es ohne die Pkw-Maut keine Koalition geben wird, jedenfalls nicht mit der CSU. Damit ist die langersehnte Wende im Wahlkampf doch noch eingetreten.
Es ergeben sich nämlich neue spannende Modelle und Optionen. Die CDU, das ist die Partei, die Angela Merkel stellt, kommt dann lediglich auf aufgerundete dreißig Prozent. Peer Steinbrück muss nur noch acht Prozent zulegen, um die CDU zu überholen, und kann Kanzler einer rot-grünen Regierung werden, wenn sich die CDU nur noch etwas grüner gibt.
Bleibt er hinter der CDU zurück, wird es noch interessanter. Er könnte doch noch entgegen seinen Ankündigungen in ein Kabinett Merkel eintreten; schlimmer als unter Sigmar Gabriel dürfte es für ihn kaum werden. Ohne die CSU in der Koalition wird es mindestens so harmonisch wie in der abgelaufenen schwarz-gelben Wahlperiode.
Man könnte auch die FDP dabei lassen, man braucht jemanden, der die Misserfolge nach außen darstellt. Erreicht die FDP nicht die nötigen fünf Prozent, gehen auch die Grünen.
Aber Steinbrück hätte noch weitere rechnerische Modelle zur Auswahl. Neben Rot-Rot-Grün könnte er auf die Idee kommen, mit den Piraten und der FDP sowie der CSU zu koalieren, wenn es mit ihm die Maut gibt.
Eine unsichere Größe ist das Abschneiden sonstiger Parteien. Sie werden in den Umfragen von den Meinungsforschern wenig berücksichtigt, weil Meinungsforscher, ähnlich wie Journalisten, nicht den sonstigen Parteien nahestehen. Manche Wähler glauben aber, dass »mal was Anderes« nur besser sein kann, was nicht der Fall ist, weil das Andere oft nur wieder das Gleiche ist, nur mit weniger Routine.
Der wahrscheinlichste Fall wird aber wohl sein, dass sich Merkel und Seehofer einigen. Bayern darf die Maut einführen und dafür die überflüssigen Drohnen einsetzen, die an den Autobahnen fest installiert werden. Sobald damit Geld eingespielt wird, wollen die anderen Bundesländer das auch, natürlich, um die Erlöse in Bildung zu investieren. Der Europäische Gerichtshof urteilt, dass nicht nur ausländische Autofahrer die Gebühr zu zahlen haben, so dass die SPD bei der nächsten Wahl mit der Abschaffung der Maut wirbt. Kanzlerkandidat ist dann wieder Peer Steinbrück, weil Sigmar Gabriel zu sehr damit beschäftigt ist, Parteichef zu bleiben, und Andrea Nahles ihm die Schuld an der Wahlniederlage zuschreiben will.

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 SALON  31.8.2013 

  Fair

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 GESCHEHEN  31.8.2013 

Phantomklingeln

Vierzig Prozent aller Mobiltelefonbesitzer glauben mitunter, dass ihr Telefon klingelt oder vibriert, obwohl niemand anruft und keine Nachricht eingeht.
Manche Handys zeigen sogar die Anzahl der Phantomanrufe in Abwesenheit.
Die übrigen sechzig Prozent neigen dazu, nicht zu glauben, dass jemand anruft, wenn das Telefon klingelt.
Psychologen empfehlen, bei Phantomanrufen dranzugehen und mit dem Phantom zu sprechen, und wenn es die Anrufe nicht bleibenlässt, es wegen Stalkings anzuzeigen.

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 SALON  30.8.2013 

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 LEBEN  30.8.2013 

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 SALON  30.8.2013 

  Ausstehender Kalauer: Monstertruck

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 SALON  30.8.2013 

Ben Affleck als Batman

Die Internetgemeinde und die Kinobesucher lehnen Ben Affleck als neuen Batman ab. Hauptgrund: sie haben ihn noch nicht gesehen und kennen ihn demzufolge nicht, weshalb sie ihn sich nicht als Batman vorstellen können.
Es wird mit heftigem Widerstand gerechnet, die Fans sammeln Unterschriften für eine Petition an die Gerechtigkeitsliga.

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 GESCHEHEN  29.8.2013 

  Syrienfrage

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 GESCHEHEN  29.8.2013 

Kreuzaktion
Martin Herrmann

Als gewerkschaftliche Aktion gegen die Entlassung von Busfahrern hat sich in Paraguay eine Frau namens Maria Concepcion Candia an ein Kreuz nageln lassen. Man kann das doof finden, aber zum Kreuzigen gehören mindestens zwei. Das Konzept könnte klappen; wenn der Bus wegen überhöhter Geschwindigkeit aus der Kurve fliegt, bleibt Fahrerin Maria Concepcion immer fest an ihrem Platz.

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 GESCHEHEN  29.8.2013 

Wahlduell

Das TV-Duell der Kanzlerschaftsbewerber steht bevor, deshalb hat man Peer Steinbrück noch nicht ausgewechselt. Die Nation ist gespannt, wem es gelingt, weniger aufzuregen.
Es steht viel auf dem Spiel, für Anne Will hangt davon ab, ob sie ihre Talksendung behält.

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