Bei der deutschen Polizei gibt es keinen Rassismus – das hat ein Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags nach Auswertung aller bis zum 7. Juni dieses Jahres ausgestrahlten 1135 Folgen der ARD-Krimireihe „Tatort“ festgestellt.

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„Ausländer oder Menschen mit migrantischen Wurzeln waren nur in einer Handvoll der Filme die Täter, und die ermittelnden Beamten haben sowohl sie als auch Angehörige ethnischer Minderheiten, die vorübergehend als tatverdächtig galten, stets korrekt und mit äußerstem Respekt behandelt“, sagt der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, E. R. Mittler, im Gespräch mit „Pardon“.

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Seine SPD-Kollegin Annegret Fuß-Fessel stimmte zu, bedauerte allerdings, „dass Frauen vor allem bei den Mördern unterrepräsentiert waren, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund“. Immerhin räumte Fuß-Fessel ein, dass es „eine positive Entwicklung gibt, die Zahl der Mörderinnen hat in den letzten Jahren zugenommen – was mutmaßlich auch eine Folge unserer sozialdemokratischen Gleichstellungspolitik ist“.

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Die Opposition reagierte weniger einig. Für die Grünen sagte die Migrationsexpertin Freya Zugang: „Direkten Rassismus konnte ich nicht erkennen. Aber schlimm finde ich, dass die Täter fast immer mit einem Auto abgehauen sind und sehr oft Schusswaffen eingesetzt haben. Das schädigt das Klima und sorgt für eine höhere Feinstaubbelastung.“ Freya Zugang empfiehlt, für künftige „Tatort“-Folgen doch öfter mal „zu Pfeil und Bogen oder wenigstens Hammer und Beil zu greifen – klar, so ein Gemetzel ist nicht hübsch, aber es setzt wenig CO2-frei“.

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Die FDP-Polizeiexpertin Christiane Blaulicht kritisierte, dass in den „Tatort“-Filmen zu oft Verdächtige gezeigt worden seien, deren Unschuld sich später herausstellte – darunter auch Ausländer. „Zumindest diese Videobilder hätten noch vor Ausstrahlung der jeweiligen Sendung herausgeschnitten werden müssen. Das wäre bürgerrechtlicher Mindeststandard gewesen“, so Blaulicht.

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Politiker von AfD und Linken blieben am kritischsten: „In der Realität werden viel mehr Verbrechen von Ausländern begangen“, sagte AfD-Sprecher Peter Wagen. „Darum verlangen wir, dass es in den nächsten 1135 ‚Tatort‘-Filmen zu 100 Prozent ausländische Täter gebe.“ 100 Prozent? Ob das nicht doch übertrieben sei? „Nein“, so Wagen, „unsere Leute mögen solche Filme, bei denen man sehr realistisch voraussagen kann, dass der Mörder wieder der afrikanische Täter ist.“

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Linken-Politikerin Lenina K. Lassenkamff sagt hingegen: „Die schlimmsten Verbrecher sind global operierende Konzerne. Das sind die Ausländer, vor denen wir uns fürchten müssen.“ (PAR)

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