Noch geheim: Das neue Fahrrad Greta erinnert auf den ersten Blick fast an ein Auto, Foto Shutterstock

Autos verpesten die Umwelt, erwärmen das Klima, verstopfen die Straßen, belasten die Städte: Die Nachteile von Kraftfahrzeugen sind längst bekannt, doch den Fahrrädern fehlt bislang die Akzeptanz. Können sie das Auto je ablösen?

Doch durch ein neues modernes Fahrrad scheint jetzt der Durchbruch gelungen: Auto ade! Die Neuentwicklung, bislang nur in Skizzen vorgestellt von der StartUp-Firma WireFahrt in Aschheim bei München, ist nach Ansicht von Experten revolutionär. Der Verkehrsexperte und „Autopapst“ Ferdinand Dudenhöffer zu Pardon: „Von diesem Schlag werden sich VW, Mercedes & Co nicht erholen – das Kraftfahrzeug hat gegen diese Innovation keine Chance. Leute, verkauft eure Auto-Aktien!“

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Euphorie auch in der Politik. Regine Günther (Grüne), Verkehrssenatorin in Berlin, will das von der rot-rot-grünen Landesregierung bis 2035 geplante Autofahrverbot für das ganze Stadtgebiet auf 2025 vorziehen. „Wer jetzt noch glaubt, ein Auto besitzen zu müssen, gehört auf seinen Gesundheitszustand untersucht werden“, so Günther. „Und wenn er gesund ist, ist er kriminell!“ Autos gehörten jetzt „endgültig auf den Schrottplatz, aber ganz dalli-dalli!“

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Auch die Regierungskoalition zeigt sich aufgeschlossen. „Wir haben bereits eine Machbarkeitsstudie für die Einführung einer Fahrrad-Maut in Auftrag gegeben“, sagt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken plant angeblich, noch vor dem Bundestagswahlkampf 2021 das Lied „Ja, mir san mit’m Radl da“ zur neuen Parteihymne zu machen.

Und das sind die Einzelheiten des WireFahrt-Rades: Beim Modell „Greta“ handelt sich um ein klassisches Fahrrad, erzählt uns die WireFahrt-Chefin Jani Sarmalek mit ihrem gewinnenden Wiener Idiom. Allerdings sitzt man vorne zu zweit nebeneinander, erklärt sie weiter. Zwei weitere Personen (oder drei Kinder) können auf den ebenfalls nebeneinander angeordneten Rücksitzen Platz nehmen. Zur Stabilisierung werden diese Elemente auf einem „Schassis“ genannten Fahrradgestellt befestigt.

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Damit Regen, Schnee oder Kälte den Insassen nichts anhaben können, ist das WireFahrt-Fahrrad Greta vollummantelt mit einer formschönen „Fahrrosserie“, die entfernt an die Karosserie eines Autos erinnert. Es gibt sogar seitliche Türen und Fenster und, als Clou, ein schützendes Dach nach oben.  Vorne wird eine Windschutzscheibe angebracht, gegen Aufpreis mit Scheibenwischer. Und wer tiefer in die Tasche greift, erhält außerdem ein Entertainment-System mit MP-3-Player, Radio und Navigator.

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Um auch tägliche Besorgungen mit Greta machen zu können, gibt es hinter den rückwärtigen Sitzen für die Mitfahrer einen Kofferraum. „Zwei, drei Kästen Wasser oder Bio-Cola passen da schon rein“, sagt WireFahrt-Managerin Sarmalek. Der wichtigste Punkt des neuen Greta-Fahrrads: Weil der umfassende Raum und die großzügige Ausstattung zu einem Mehrgewicht führen, gibt es einen Hilfsmotor. „Der wird natürlich elektrisch angetrieben – zumindest sobald es wettbewerbsfähige E-Antriebe mit der nötigen Reichweite gibt“, sagt Jani Sarmalek. „Für die Übergangszeit nutzen wir moderne Benzin- oder Dieselmotoren. Aber alle Made in China, so dass sie die deutsche CO2-Bilanz zumindest bei der Herstellung nicht belasten.“

Ein weiterer Pluspunkt dieser Aufwertung des Greta-Rades: Auf Pedale und Kette kann verzichtet werden, „und aufs Kettenfett auch, was ja die Umwelt exorbitant belastet“, wie Sarmalek noch ergänzt. „Das hilft gegen den Klimawandel, so wahr ich Jan heiße…äh, Jani.“

Ein Fahrrad mit Plätzen für vier bis fünf Menschen. Mit Kofferraum. Türen, Scheiben, Dach, Fahrgestell und einer „Fahrrosserie“, die der Karosserie eines Kraftfahrzeugs ändert. Mit Scheibenwischer, Entertainment-System, Navigator. Zumindest zunächst mit einem klassischen Verbrennungsmotor. „Hupe haben wir auch“, wirft Sarmalek ein und fährt sich stolz durch das lange blonde Haar seiner Perücke. Aber wo ist denn dann eigentlich noch der Unterschied zum Auto? WireFahrt-Chefin Sarmalek muss nicht lange überlegen: „Das ganze Leben ist eine Transformation. Ich war auch mal ein Mann und bis jetzt eine Frau. Und dieses Fahrrad mag wie ein Auto aussehen. Aber Greta hat ein besseres Image und ist darum auch etwas teurer.“ Das WireFahrt-Rad soll es schon ab 20.000 Euro geben. „Wenn ein Käufer mehr zahlt, spenden wir den Rest an Fridays for Future“, verspricht Sarmalek eine klimafreundliche Politik des Unternehmens. (PAR)

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