Grenzenloser Jubel in Dortmund: „Endlich haben wir mit dem FC Bayern gleichgezogen“, freut sich Sportdirektor Michael Zorc. Er fügt im Gespräch mit Pardon unter Anspielung auf das populäre Fanlied hinzu: „Die ‚Sterne des Südens‘ strahlen nicht mehr heller als die ‚Heja BVB‘-Stars.“

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Erst kürzlich hatte Zorc seine eigentlich nur bis 2021 vorgesehene Verpflichtung um ein weiteres Jahr bis 2022 verlängern lassen – er wolle die vielen geplanten Festlichkeiten des Vereins und der Stadt zum Thema „Augenhöhe mit dem FC Bayern“ nicht verpassen, ist aus seiner Umgebung zu hören.

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Trainer Lucien Favre, der ebenfalls in der kommenden Saison an Bord bleibt, ergänzt die Dortmunder Euphorie um die sachliche Analyse. „Die Jungs haben gekämpft, die Jungs wollten sich mit dem zweiten Rang bei der Zahl der Vizemeisterschaften nicht zufrieden geben und die Jungs wurden belohnt – den FC Bayern haben wir eingeholt“, so der Eidgenosse.

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Im nächsten Jahr werde man „nach dem derzeitigen Gleichstand gar an den Münchnern vorbeiziehen“, verspricht Favre. Er fügt ein „Od’r?!“ an, denn er kommt ja aus der Schweiz.

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Die Begeisterung hat die gesamte Stadt erfasst. Ein Wahrzeichen Dortmunds werde künftig den Namen von Erling Haaland tragen, der norwegischen Tormaschine im BVB-Sturm, kündigt Oberbürgermeister Ullrich Sierau an: „Der Bursche hat uns in eine andere Dimension gebombt“, so der OB in vorübergehender Missachtung einer angemessenen politisch-korrekten Sprache. „Vielleicht benennen wir den Hiroshima-Platz um?“

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Der Adlerturm als Teil der mittelalterlichen Stadtmauer solle künftig nach dem Abwehrrecken Mats-Hummels-Turm heißen. „Passt super, oder?“, freut sich Sierau. Und statt einem Westfalenpark wird es in Dortmund wohl bald einen Mario-Götze-Park geben. Sehenswürdigkeiten, die künftig die Namen von Łukasz „Piszczu“ Piszczek, Julian Brandt oder Achraf Hakimi tragen, würden noch gesucht, sagt Sierau: „Aber Hakimi bekommt nur ein Denkmal, wenn er im Sommer nicht zurück zu Real Madrid geht.“

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Auf die investigative Frage des Sportjournalisten, inwiefern der BVB denn mit dem deutschen Rekordmeister FC Bayern wirklich gleichgezogen habe angesichts eines Dreizehn-Punkte-Rückstands nach dem letzten Spiel-Wochenende, reagiert Zorc erstaunt. „Es geht nicht um die Meisterschaft. Ja, da mögen die Bayern ganz ordentlich sein. Aber weil der erste Platz seit geraumer Zeit ganz traditionell nach München geht, praktisch automatisch, ist doch die eigentliche Herausforderung, wer denn den zweiten Platz belegt. Und bisher endeten die Bayern seit Einführung der 3-Punkte-Regelung am häufigsten als Tabellenzweiter, nämlich fünfmal – aber jetzt ziehen wir mit ebenfalls fünf Vizemeisterschaften gleich. Jetzt sind wir wirklich der ewige Zweite!“

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Tatsächlich: Der FC Bayern war 1995/96, 1997/98, 2003/04, 2008/09 und 2011/12 Tabellenzweiter – sonst nie! Borussia Dortmund aber hat den hochbegehrten Titel des Vizemeisters nicht nur in der gerade ausgelaufenen Saison geholt, sondern vollführte dieses Kunststück auch in der vorigen Saison 2018/19. Außerdem gelang der Triumph in enger Abfolge 2012/13, 2013/14 und 2015/16.

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„Das ist ein Vizemeister-Triple, der dem FC Bayern noch nicht ein einziges Mal gelungen ist“, behauptet Zorc (und lässt sich durch unseren Hinweis nicht beirren, da sei doch eine Lücke in 2014). „Dass die Münchner jetzt zum achten Mal in Folge auf Platz 1 gelandet sind, mag die Jungs trösten. Aber dreimal hintereinander Vizemeister, das traue ich dem FC Bayern auch für die Zukunft nicht zu.“ (PAR)

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