Der Stern berichtet, dass immer wieder falsche Ärzte auffliegen, und gibt bekannt, dass im Prozess klar wird, warum sie zu Betrügern wurden. Schuld ist doch nicht allenernstes derjenige, der eine Straftat begeht.  

Während des Prozesses wurde klar, warum aus Sascha St. Dr. Sascha Schenk wurde. Er kam aus schwierigen sozialen Verhältnissen, worunter er offensichtlich sehr gelitten hat. Es reichte nur zum Hauptschulabschluss, eine Lehre als Konstruktionsmechaniker brach er ab. Auch nach seinem sozialen Jahr in einem Krankenhaus blieb ihm dort eine weitere Beschäftigung verwehrt, wegen seines Überehrgeizes gab es ständig Konflikte. Auch sein Ziel Rettungssanitäter erreichte er nicht. Stattdessen jobbte er bei einer Tankstelle, war zeitweise arbeitslos. Doch stets träumte er von einem besseren Leben. Der Sachverständige sagte vor Gericht, Sascha St. habe »mehr Glanz in die Hütte bringen« wollen. Ähnlich sieht es sein Verteidiger: »Er hatte Geltungsdrang und das Bedürfnis, in höhere sozialen Schichten zu kommen«.

Es hat also soziale Ursachen. Die Leute sind gezwungen, sich als Ärzte auszugeben, aus dem Grunde, dass sie keine sind.