Offenkundig hat der in die Negativschlagzeilen geratene CDU-Jungpolitiker Philipp Amthor noch viel mehr auf dem Kerbholz als bislang an die Öffentlichkeit gelangt ist. Bekannt war bereits, dass der Bundestagsabgeordnete im Herbst 2018 in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister und Parteifreund Peter Altmaier um politische Unterstützung für die in New York City ansässige Firma Augustus Intelligence geworben hatte. Die Firma hatte Amthor einen Direktorenposten und Aktienoptionen angeboten.

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Doch das scheint nicht alles zu sein: Nach Informationen von Pardon hat der in Wirklichkeit erst 17-jährige Philipp seinen Personalausweis mit einem Kartoffellstempel gefälscht und sein Alter auf 27 Jahre verändert. Das Motiv: Amthor wollte an Partys teilnehmen dürfen, für die er eigentlich viel zu jung ist.

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Im Nachhinein wollen Fraktionskollegen „das schon immer geahnt haben“. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nadine Schön: „Der Bursche hatte sich noch nie rasiert. Wenn ich ihn anschaute, wurde er rot. Und als ich ihn mal fragte, ob er schon eine kleine Freundin hat, murmelte er etwas von ‚meine Eltern erlauben das nicht‘.“

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Diese Perspektivlosigkeit trieb den Jungpolitiker aus dem vorpommerschen Ueckermünde in die berüchtigte Stuttgarter Party- und Eventszene. Erst in der Nacht auf Sonntag soll Amthor bei einer ausgelassenen Party in der Stuttgarter Innenstadt einen Polizisten mit ausgestrecktem Bein angesprungen und zu Boden getreten haben (siehe Foto über diesem Artikel), um den von diesem Beamten im Schwitzkasten gehaltenen und für Augustus Intelligence tätigen ehemaligen Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen zu befreien.

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Endgültig bewiesen ist das noch nicht, aber verdächtig ist, dass noch kein anderer Schuldiger festgenommen wurde. Zudem heißt es, Schulüberflieger Amthor habe sich schon vor drei Jahren, als er noch die Unterstufe des Greifen-Gymnasiums in Ueckermünde besuchte, einen Ruf als gefürchteter Schläger und gewaltbereiter Kampfsportler erworben.

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„Der Doktor Phil, wie ihn seine Freunde nennen mussten, war einer von denen, mit denen sich niemand anlegen wollte“, sagt ein damaliger Klassenkamerad, der sich aktuell aufs Abitur vorbereitet. „Ich habe ihm mal in Mathe versehentlich falsch vorgesagt. Da hat er mir in der nächsten großen Pause auf dem Jungsklo mit einer Kneifzange den Nagel vom linken Zeigefinger rausgerissen. Das tat scheiße weh, ich habe zwei Tage geheult, aber mich nicht getraut, das jemandem zu erzählen.“

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Der Terror von „Doktor Phil“ endete schließlich. „Plötzlich war er weg“, erzählt ein damaliger Lehrer. „Es heißt, er habe sich, weil er es eilig hatte, ein Zeugnis für das erste Jura-Staatsexamen gefälscht. Mit Prädikat! Und hätte er gewusst, dass man zum Volljuristen noch ein zweites Staatsexamen braucht, hätte er nochmals seinen Kartoffelstempel-Trick angewendet.“

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In der Folgezeit beging Amthor dem Vernehmen nach eine Schurkerei nach der anderen. Im Bundestag ist zu hören, er habe zunächst für den Sturz von Angela Merkel als Parteivorsitzende gesorgt (sein Schlachtruf: „Ich schaffe das!“). Danach habe er sich in die SPD eingeschlichen und das Mitgliedervotum so gefälscht, dass plötzlich Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans Parteivorsitzende waren. „Spätestens da hätte man doch merken müssen, dass dieser Typ vor nichts zurück schreckt“, schimpft CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. „Außerdem hat er dem Andi Scheuer ein Phantasie-Gutachten geschrieben, auf dessen Grundlage der arme Kerl die völlig unsinnige Autobahn-Maut für ausländische Kraftfahrer eingeführt hat.“

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Der übelste Schurkenstreich von Amthor war aber ein Deal, mit dem er von einem befreundeten 15-jährigen Virologen aus dem chinesischen Wuhan „total infizierte Fledermäuse züchten ließ und dann freigelassen hat“. Danach ließ er in Rheda-Wiedenbrück Mietwohnungskomplexe bauen, deren Appartements er „pro Einheit an 25 Rumänen und Bulgaren vermietete, die von ihm auch das Frühstück kaufen mussten – und zwar Fledermausschenkelchen“, enthüllt der tapfere Fleischermeister Clemens Tönnies, der bis zuletzt versuchte, für die Leiharbeiter großzügigere Lösungen auszuhandeln.

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Antriebskräfte für derlei Taten waren offenkundig „Langeweile und der Wunsch, einmal in der Schülerzeitung seines Gymasiums auf den Titel zu kommen“, erzählt der damalige Klassenkamerad. Dass Amthor für diese Missetaten je verurteilt wird, ist zweifelhaft. Der Junge ist mit 17 Jahren nur bedingt strafmündig. „Aber“, verspricht Bundeskanzlerin Merkel, „ich werde mir die Eltern kommen lassen, und die werden einige sehr deutliche Worte zu hören bekommen“. (PAR)

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