Die von ihm geforderte Gehaltsobergrenze für Fußball-Profis ist nur der Anfang – nach Informationen von Pardon hat der SPD-Politiker Thomas Oppermann, der einen „Salary Cap“ für Bundesliga-Spieler anstrebt, noch viel ambitioniertere Pläne.

Beruhigend: Auswertung von 1135 „Tatort“-Folgen beweist: Kein Rassismus bei deutschen Polizisten

Zwei Rechtsgutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages hatten eine solche Gehaltsobergrenze als machbar bezeichnet, falls die von der Uefa verfügt werde. In Auftrag gegeben hatte die Gutachten Bundestagsvizepräsident Oppermann, der zugleich Vorsitzender der Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist. Auf diese Weise sollen nach der Idee des Sozialdemokraten vor allem die enormen Leistungsunterschiede zwischen einzelnen Clubs ausgeglichen werden.

Das wussten Sie nicht? Sponsoring-Deal zwischen Tönnies und 1. FC Köln geplatzt – aus Angst um Hennes IX.

Nun stellt sich heraus: Die Gehaltsobergrenze für die Kicker soll nur als Modell dienen für vielfältige Bereiche des öffentlichen Lebens. Oppermann, Fan von Borussia Dortmund, tritt intern auch für eine Umfrageobergrenze für politische Parteien ein. „Dass die Union in Umfragen zur Bundestagswahl bei 38 Prozent, mitunter gar bei 40 Prozent liegt, während sich die SPD mit maximal 15 oder 16 Prozent begnügen muss, ist im Sinne von Chancengerechtigkeit nicht akzeptabel“, argumentierte Oppermann nach Auskunft von zwei zuverlässig erfundenen Quellen intern, erfuhr Pardon.

Lesen Sie auch diese News: Streit mit Politiker Habeck über Blattgold-Steak – Warum Franck Ribéry den FC Bayern verließ

Auch dass die Grünen zumindest vor einem Jahr noch gleichauf mit und teilweise gar vor CDU/CSU lagen, sei „nicht hinnehmbar“, so der Bundestagsvize. „Wir sind älter als die Grünen, wir dürfen nicht schwächer sein als sie.“ Darum erscheine ihm für alle Umfragen eine „Popularitätsobergrenze“ von 20 Prozent angemessen.

Thomas Oppermann mit Fußball-Legende Pierre Littbarski (links): oben: BVB-Star Erling Haaland; Fotos (2) Picture Alliance

Oppermann: „Wenn Demoskopen bei diesem Wert für eine Partei angelangt sind, verteilen sie die übrigen Stimmen nach dem Senioritätsprinzip auf die anderen Parteien, zuerst an die älteren, dann an die jüngeren.“ Nach diesem Schlüssel gingen die „überzähligen“ Stimmen nacheinander an SPD, FDP, Links-Partei und AfD.

Sensation: Fake News entlarvt – noch nie hat ein Pferd vor der Apotheke gekotzt!

Was für Umfragen gelte, müsse auch auf sämtliche Wahlen angewendet werden, argumentiert Oppermann weiter: „Mehr als, sagen wir, 25 Prozent bei Bundestagswahlen ist undemokratisch, weil es den für die SPD so wichtigen Gedanken der Solidarität und Umverteilung verletzt.“ Wenn mehrere Parteien mit Ergebnissen in dieser Größenordnung aus der Bundestagswahl im nächsten Jahr gingen, „wird die Bildung von Koalitionen und Regierungen wieder spannend“, sagte der langjährige Parlamentarier. „Ständig diese CDU-Kanzlerinnen und demnächst vielleicht gar so ein CSU-Hansel an der Spitze ist doch undemokratisch. Wir leben ja nicht in Nord-Korea.“

Und noch dies: Wegen CO2 – Grüne wollen ausatmen verbieten

Natürlich müsse es eine Gehaltsobergrenze neben dem Profi-Fußball auch in allen anderen Bereichen „einer wirklich sozialen Wirtschaft“ geben, argumentierte Oppermann darüber hinaus. „In einer Demokratie sollte niemand mehr als, beispielsweise, 15.125,21 Euro pro Monat verdienen“, so Oppermann. Darauf angesprochen, dass dies exakt seiner Aufwandsentschädigung als stellvertretender Parlamentspräsident entspreche, zeigte sich Oppermann überrascht: „Tatsächlich? Das ist ja krass. Das zeigt, dass ich ein sehr feines Gespür für gerechte Einkommensverhältnisse habe.“

Noch eine WireCard-News: AuweiaCard Manager Jan Marsalek so fiktiv wie seine 1,9 Mrd. Euro?

Nur in einem Punkt möchte Oppermann „auf übertriebene Regulierung“ verzichten. „Von Steuerobergrenzen halte ich gar nichts. Die Spitzensteuersätze sollten durchaus bei 42 bzw. 45 Prozent bleiben. Der Staat braucht schließlich Geld für Straßen, Schulen oder Krankenwagen für im Straßenverkehr angefahrene Wölfe,“ so Oppermann auf eine Frage des Pardon-Parlamentskorrespondenten. Und für Bundestagsvizepräsidenten, wirft der Reporter ein. „Ja“, nickt Oppermann, der für den FC Bundestag kickt, „für die natürlich auch. Wären wir Politiker nicht so wachsam, würden die im Profifußball doch machen, was sie wollen.“ (PAR)

Auch sehr relevant: Bundesregierung zur Corona-App: Das war keine Panne – wir wollten Strom sparen

Und noch dies für Fußball-Fans: EIL +++ HSV plant keine Trainerentlassung – seit Wochen schon!