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Gute Nachrichten aus Moskau: Kreml-Sprecher Dimitri Peskow sagte am Mittwoch, man sei „erfreut“ über die voranschreitende Genesung des Putin-Kritikers Aleksej Nawalny, der nach einer Nowitschok-Vergiftung in der Berliner Charité behandelt wurde (das stimmt übrigens, die Satire beginnt erst mit dem nächsten Absatz).

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Und hier zehn andere „Wir-sind-erfreut“-Nachrichten, die von den meisten Medien leider verschwiegen werden:

  • Der FC Schalke 04 war am vorigen Freitag erfreut über den guten Start des FC Bayern München in die Bundesliga (8:0).
  • Bundesaußenminister Heiko Maas ist erfreut darüber, dass ihn der Arzt nach dem Corona-Test nicht zurück ins Saarland geschickt hat, sondern nur in die Quarantäne.
  • Armin Laschet ist erfreut, dass „heute nicht mehr ganz so viele Menschen über diese unmögliche Entgleisung meines guten Parteifreunds Friedrich Merz sprechen, die doch wirklich eine homophobe Haltung verraten hat! Ach, Ihnen ist das Interview entgangen? Ich schicke Ihnen den Link!“
  • Die Polizisten in Belarus sind erfreut, dass jetzt auch Frauen gegen ihren Chef-Chef Lukaschenko protestieren. Der Widerstand, auf den ihre Schlagstöcke treffen, ist weicher und tut nicht so weh an der Hand.
  • Donald Trump ist erfreut, dass die Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg nach ihrem Kampf gegen den Krebs „rechtzeitig von ihrem Leiden erlöst wurde und wir jetzt die Nachfolge organisieren können“.
  • Der seit Monaten untergetauchte Wirecard-Manager Jan Marsalek ist erfreut, dass er sich derzeit nicht um den monatlichen Mietzins von 45.000 Euro kümmern muss, den ich von ihm angemietete Villa in der Münchner Prinzregentenstraße kostet.
  • Die Deutschen sind erfreut, weil sie endlich mal wieder in einem Ranking vorne liegen – und zwar laut Vergleichsportal Verivox beim Strompreis, wo wir den weltweiten Durchschnitt (12,22 Cent pro Kilowattstunde) um 163 Prozent übertreffen und stolze (32,10 Cent) berappen.
  • Die Feuerwehrleute in Kalifornien und Oregon sind erfreut, dass sie im Moment wenig Langeweile haben.
  • Die Schwarzen in aller Welt sind erfreut, weil die Reismarke „Uncle Ben’s“ jetzt in „Ben’s Original“ umbenannt wird und damit der Rassismus nahezu ausgerottet ist.
  • Das Corona-Virus ist erfreut, dass es die Menschheit zumindest vorübergehend von der Angst vor Klimawandel, gesättigten Fettsäuren und eingesaugten Spinnen aus dem Staubsauger abgelenkt hat.

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Die guten Nachrichten liegen auf der Straße. Zumindest Pardon ist willens, jede von ihnen für sie aufzusammeln. (PAR)

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