Das Vorpreschen einzelner Bundesländer bei der Aufhebung der Corona-Schutzvorschriften wird immer rasanter: Weil Mecklenburg-Vorpommern laut „Welt am Sonntag“ am 4. August die Maskenpflicht beim Einkaufen aufheben und in anderen Staatskanzleien ähnliche Schritte diskutiert werden, setzt sich nun Thürigens Ministerpräsident Bodo Ramelow an die Spitze der Bewegung.

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Wie „Pardon“ aus ungewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfuhr, will der Linke-Politiker als erster Länderchef das Tragen des Mundschutzes und einen „mutwilligen Abstand von mehr als einem Meter zum Nächsten“ in der Öffentlichkeit bestrafen. „Wer sich so einen ollen Lappen über Mund und Nase zieht, sieht aus wie ein Demonstrant aus der Neonazi-Szene, und diese Typen will ich in Thüringen nicht auf der Straße sehen“, soll der Linke-Politiker hinter verschlossenen Türen im Selbstgespräch gesagt haben, wie aus einem Mitschnitt technisch versierter älterer Parteifreunde hervorgeht. Ramelow habe hinzugefügt: „Und das demonstrative Abrücken vom Mitbürger verträgt sich nicht mit meinem christlichen Glauben an die Nächstenliebe.“

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Lediglich die Aufhebung eines Verbots ist nach Ansicht des Politikers nicht ausreichend. „Meine Genossen kommen aus einem Laden, in dem es klare Anordnungen gibt. Darum wollen wir diese Tradition der Befehle im Sinne der internationalen Arbeiterklasse widerbeleben.“ Und noch deutlicher: „Wer nicht spurt, ist ein Kollaborateur mit dem Virus.“ Darum wolle er nicht länger tatenlos zusehen, „wenn meine Landeskinder im Bus, beim Einkaufen oder im Biergarten demonstrativ anderthalb Meter oder gar noch mehr vom Nächsten abrücken“, so Ramelow im Rahmen einer noch nicht gehaltenen, aber von dieser Redaktion zuverlässig erfundenden Predigt. Und als überzeugter Demokrat wolle er nicht länger tatenlos zusehen, „wenn Demonstrationen, Parteiveranstaltungen oder andere revolutionäre Massenbewegungen mit weniger als 50 Personen stattfinden“.

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Dem charismatischen Talkshow-Liebling ist sein Anliegen ernst. „Ich gebiete, diese Corona-Übertreibungen einzustellen“, soll der Ministerpräsident mehrfach gedacht haben. Es gibt auch schon einen noch inoffiziellen Katalog mit möglichen Strafen für Zuwiderhandlungen gegen die künftigen Gebote. Ganz oben auf der Liste: Entzug des Passes und Ausreiseverbot. (PAR)

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