Jetzt geht’s erst richtig los: Nach der Einigung der CDU auf eine verbindliche Frauenquote von 50 Prozent für Vorstandsposten ab dem Jahr 2025 wollen auch andere gesellschaftliche Bereiche die Geschlechtergerechtigkeit verwirklichen.

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Ganz schnell nachziehen will der deutsche Spielzeughandel. „Wir beginnen bei den Klassikern“, sagt Verbandssprecherin Hanna Spaß. „Beim Schach etwa gibt es ganze zwei weibliche Figuren, nämlich die Damen – und ansonsten nur Männer wie die Könige, die Bauern, die Läufer, die Springer. Und noch die beiden Türme.“ Damit kommen die weiblichen Schachfiguren auf ganze 6,25 Prozent, empört sich Spaß: „Und das ist noch nicht alles – die Damen müssen auch kreuz und quer über das Spielfeld flitzen, nach vorne, nach hinten, zur Seite. Während der gnädige und faule Herr König sich pro Zug maximal um ein Feld bewegt.“

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Darum sollen schon ab Herbst Schachspiele in den Handel, die mit Bäuerinnen, Läuferinnen und Springerinnen ausgestattet sind. „Und die Dame heißt ab dann ‚Mann‘ und der König ‚Königin‘“, kündigt Spaß an. Die Figuren blieben zumeist so wie sie jetzt aussehen, „aber in der Spielanweisung finden die Spielenden die neuen Begrifflichkeiten“. Führende Pädagogen hätten versichert, davon werde ein enormer Selbstbewusstseinsschub auf Mädchen und Frauen ausgehen. „Vielleicht fühlt sich dann die eine oder andere Schachspielerin gar motiviert, in die CDU einzutreten.“

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Dann allerdings müsse dieser Frau klar sein, dass sie zur Erfüllung der dortigen Quote „nach Unterzeichnung des Aufnahmeantrags binnen einer Woche über den Daumen in vier bis fünf Vorstandsämter auf Orts-, Kreis-, Landes- und in aller Regel auch Bundesebene sitzen wird“, meint Spaß. „Sonst bekommen die doch angesichts der bislang so wenigen interessierten Frauen ihre Quote nie erfüllt!“

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Ebenfalls Nachholbedarf sieht die Innung der Teer- und Straßenarbeiter. „Wir stoppen ab 15. Juli sämtliche Arbeiten auf den Straßen und Autobahnen und machen erst weiter, wenn mindestens 50 Prozent unserer Beschäftigten Frauen sind“, verspricht Innungschef Bob Bilder, der eine Initiative „Frauen auf die Straße“ (FaS) ausgerufen hat. „Kann doch nicht sein, dass man ständig im Stau steht und auf der Baustelle, die dafür verantwortlich ist, gar niemanden oder allenfalls verschwitzte Kerle im Unterhemd sieht. Da müssen einfach Frauen mit ran.“

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Große Sorgen plagen indes den Verband deutscher Justizvollzugsanstalten (VdJ). „2018 hatten wir 50.957 Strafgefangene“, sagt Verbandssprecher Kilian Riegel. „Und jetzt raten Sie mal, wie viele Frauen darunter waren? Ganze 2931, also gerade einmal 6,7 Prozent. Wie verstockt müssen unsere Gerichte sein, dass sie Frauen so viel seltener hinter Schloss, und, ähem, Riegel schicken? Da wird der Ermessensspielraum erkennbar überschritten.“

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Riegel räumt allerdings ein, dass man jetzt nicht einfach beliebig viele Frauen in den Knast schicken könne, bis die Parität erreicht sei. „Darum werden wir erst einmal den Großteil der Männer entlassen, zumindest jene, die keine Gewalttaten verübt haben oder aber versprechen, das künftig voraussichtlich nicht mehr zu tun. Wir geben nicht auf, wir werden auf die 50 Prozent kommen.“ (PAR)“

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