Die neu eingerichtete Gerechtigkeitsrätin der Bundesregierung für eine schönere neue Welt und ökogerechtere Gesellschaft (kurz: GRdBRfesnWuöG) hat erste Vorschläge für eine „geistig-kulturelle Wende“ vorgelegt. Es gehe um die Schaffung einer Gemeinschaft „ohne Klimasünden, weißen Rassismus und männlichen Chauvinismus“, sagte die Rätinvorsitzende Prof. Alice Dschender. Dazu wird ein Benotungssystem für Bürger*innen eingerichtet, das Minus- und Pluspunkte vergibt. Die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat ist notwendig, gilt aber wegen der löblichen Ziele des Vorstoßes als Formsache.

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Pluspunkte gebe es beispielsweise für Aktivitäten „in beliebigen dem Gemeinwohl gewidmeten Organisationen“. Als Beispiele nannte Dschender Fridays for Future, Oxfam und Extinction Rebellion. „Aber das Spektrum sollte nicht ideologisch eingegrenzt werden, es gibt viel weitere Möglichkeiten: etwa Scientists for Future, Parents for Future, Omas for Future, Opas for Future, Omas & Opas for Future, Radfahrer for Future, Biobauern for Future, Academics for Future, Yogis for Future, Obdachlose for Future, Millionairs for Future, Öffentlich-Rechtliche for Future, Tretautos for Future,  Futuristen for Future, One Two Three For Five, Bestatter for Future. In einer offenen Gesellschaft sollte man die Menschen nicht zu sehr einengen“, fügte die GRdBRfesnWuöG-Vorsitzende hinzu, die sich einen Namen gemacht hat durch ihre Forschungsarbeit über „Das Gesellschaftssystem der Gottesanbeterin (Mantia Religiosa) als Modell für eine humanere Welt.“

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Plus- oder Minuspunkte gebe es „in der Regel“ nicht für Herkunft, Geschlechte oder Alter, betonte die Wissenschaftlerin. „Allerdings: Weiß und alt und Mann, da wird dann ein Minuspunkt fällig. Was zu viel ist, ist zu viel.“

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Likes in den sozialen Medien für rassistische, chauvinistische oder „nicht witzige satirische“ Inhalte kosten mindestens 40 Punkte. Likes für jemanden, der jemanden kennt, der befreundet ist mit jemandem, der eventuell rassistisch oder chauvinistisch oder unwitzig denkt oder der an eine solche Person eine Wohnung vermietet hat, bringen 20 Minuspunkte ein. Wer einen SUV mit Verbrennungsmotor fährt, hat gleich 250 Minuspunkte aus dem Konto. Der Besitz anderer Autos schwanke zwischen einem Minuspunkt (Kleinwagen) und 50 Minuspunkten (Porsche und so). Für den Kauf eines E-Autos gibt es hingegen fünf Pluspunkte. Wer eine Pat*innenschaft übernimmt für ein Kind im Kongo, das für den Abbau des für die Batterien unverzichtbaren Kobalt eingespannt ist, bekommt sogar 20 Pluspunkte und einen Gutschein für eine Ersatz-Batterie.

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Für Kreuzfahrttouristende gibt es 180 Minuspunkte, für Flugreisen nach Asien oder in die USA 200 Minuspunkte und für innerdeutsche Flüge, etwa von Hamburg nach München, gar 2000 Minuspunkte. Wie viele Minuspunkte koste ein kürzerer Flug, beispielsweise von Frankfurt nach Dresden? „Das wäre kein Ethikverstoß, sondern ein Fall für die Staatsanwaltenden“, erklärt Dschender bei mustergültiger Verwendung einer gendergerechten Sprache – wofür es übrigens 30 Pluspunkte gibt: „Man oder frau benötigt nur die Unterschrift von 20 Bekannt*innen, die bestätigen, dass man oder frau sich stets einer den Gerechtigkeitsstandpunkt beachtenden Sprache befleißigen.“

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Unternehmer*innen bekommen Minuspunkte, die sich aber in Pluspunkte umwandeln, wenn im Betrieb zum einen als ökologisch zertifizierte Produkte hergestellt und zum anderen die Beschäftigt*innen an den Erträgen (Dschender: „Aber bitte nicht an den Risiken, damit würden Mensch*innen überfordert, die keine privilegierte Bildung genossen haben!“) beteiligt werden. Der Umfang der Beteiligung werde von den Gewerkschaften „nach gerechten Kriterien“ festgelegt. Pluspunkte werden zudem für Vegetarier*innen (20) und Veganer*innen (80), für Fahrradfahrende (30) und für Öffis-Nutzende (40) vergeben. Allerdings müssen in allen diesen Fällen ebenfalls 20 bestätigende Unterschriften vorgelegt werden. Für Kinderlose und Kinderlosinnen gibt es sogar 400 Pluspunkte. Warum? „Nichts belastet die Umwelt und das Klima so sehr mit CO2-Emissionen wie Kinder im Laufe ihres Lebens“, sagt die Wissenschaftlerin. „Wir wollen unseren Kindern einen sauberen Planeten hinterlassen, und das geht am besten ohne Kinder.“

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Welche Konsequenzen aber haben Plus- und Minuspunkte? Führt das nicht in eine Öko- oder Gesinnungsdiktatur? „Keine Angst“, beruhigt Dschender, „niemand wird wegen seiner Bilanz bevorzugt oder diskriminiert. Wir sind ja ein freies Land.“ Es gehe nur darum, „dass man künftig wöchentlich im Internet die Personen mit den besten Plus-Zahlen vorstellt und natürlich auch die mit den schlimmsten Negativ-Bilanzen. Wir zeigen natürlich nichts Persönliches von denen mit Negativ-Bilanzen, nur Name, Foto und eventuell Parkadresse des SUV. Die Pranger früher waren viel schlimmer!“ Dschender versicherte: „Sie werden sehen, die Bilanzen fast aller Bürgernden werden sehr rasch besser werden. Und das ganz ohne Zwang und Strafen.“ (PAR)

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