Von Josef Blum

Man nehme:

Eine Flasche roten Bergerac

Ein sehr scharfes Messer

Eine Rolle Verbandmull

11 Walnüsse und einen Nussknacker, Pfeffer, Meersalz, Salatkräuter, Walnussöl und Essig

Eine rote Zwiebel und einen roten Apfel

Alles noch mal durchzählen!

Koste zunächst den roten Bergerac. Nimm ein sehr scharfes Messer und schneide damit die Zwiebel in kleine Stückchen. Gönn dir noch ein Schlückchen Bergerac. Schneide die Rote-Beete-Knolle mit dem sehr scharfen Messer in handliche Stücke. Verbinde deinen blutenden Zeigefinger. Nimm ruhig einen ordentlichen Schluck Bergerac. Raspele die Knollenstücke mit Hilfe einer scharfkantigen Raspel. Vorsicht mit den Fingerrücken!!! Vorsicht: Spritzender Rote-Beete-Saft kann Kleidung verfärben. Nimm noch einen Schluck von dem Saft vergorener gut ausgebauter Bergeractrauben. Versuche den Apfel zu schälen und in dünne Scheiben zu schneiden und wirf die Scheiben in die Salatschüssel, die schon mit Essig, Walnussöl, Walnussstückchen und Zwiebelstückchen (nimm ruhig einen Schluck statt eines Schlückchens von dem herrlichen Bergerac) und den Gewürzen gefüllt ist. Füge eventuell noch einen Teelöffel Zucker und ein paar Spritzer MAGGI hinzu. Apropos Spritzer: Spritz- Hi Hi :spritz- dir noch etwas Bergerac auf die Zunge. Misch das ganze – nein, nicht mit den Händen! – und versuche die Salatschüsselränder zu säubern. BRING DIE LEERE FLASCHE IN DEN KELLER, sing aber nicht so laut! Lass Ingrid den ganzen Vorgang vottogravieren…..

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UNSER AUTOR: Josef Blum, Jahrgang 1936, ist Dichter und war Lehrer für Geschichte und Deutsch am Stiftischen Gymnasium in Düren. Dort versuchte er, seine Schülerinnen und Schüler zu eigenem Denken zu ermuntern und sie für das Wahre, Schöne, Gute und Heitere zu begeistern. Ab und zu (diese Einschränkung kommt von ihm) hatte er dabei sogar Erfolg. Er lebt im rheinländischen Obermaubach und verletzt sich in letzter Zeit nur noch selten bei der Zubereitung von Suppen und Salaten . Er schreibt auch in seinem Blog „Gedankenwandler“.