Der deutsche Traditionsverein 1. FC Kaiserlautern hat Insolvenz angemeldet. Was viele Fußballfans in Deutschland schockiert und zu Mahnwachen auf etlichen Bolzplätzen und vielen Dornfelder-Schankstuben in der gesamten Pfalz geführt hat, ist für Psychologen und Wirtschaftswissenschaftler hingegen keine Überraschung. Der vierfache deutsche Fußball-Meister und zweifache DFB-Pokalsieger „hat das Schicksal doch ganz bewusst herausgefordert“, sagt Hans-Werner Unsinn, langjähriger Präsident des IWO-Instituts („I wo, wir wissen nix, aber wir ahnen viel“).

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Unsinns Erklärung führt tief in die Vereinshistorie, die eng verbunden ist mit der deutschen Kulturgeschichte: „Jeder weiß, dass sich die Mannschaft seit fast 100 Jahren als ‚rote Teufel‘ bezeichnen lässt. Ro! Te! Teu! Fel!“ Unsinn verdreht bei jeder Silbe angewidert die marktliberal blitzenden Augen und spricht im landestypischen Idiom: „Do fliecht der doch die Baratzel fort! Warum nicht gleich ‚Marxistische Satanisten‘?! Jeder weiß, dass die Roten, die Sozis mit Geld nicht umgehen können. Da musste die Pleite doch kommen!“ Der Weg sei somit vorgezeichnet gewesen: „Von der ersten in die zweite, von der zweiten in die dritte Liga, und von da ab in die Pleite. Warum haben die sich nicht längst umbenannt? In irgendwas Positives! Mindestens aber in ‚Schwarze Nullen‘. Ne, die sin zu bleed, fer aus’m Bus zu winke.“

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Der 1. FC Kaiserslautern, dessen Spieler 1951 sich erstmals und 1998 letztmals Saumagen und pfälzische Leberwurst auf der deutschen Meisterschale servieren ließen, hat das Schicksal laut Unsinn noch an anderer Stelle herausgefordert. „Wussten Sie eigentlich, dass das Stadion auf dem Betzenberg den Namen eines Sozi trägt? Ich hörte, die kicken doch tatsächlich im Fritz-Norbert-Walter-Borjans-Stadion, benannt zu Ehren des aktuellen SPD-Vorsitzenden! So konnte das nix werden.“ (PAR)

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