Historiker haben aus russischen Parteiarchiven eine Sensation ausgegraben: Der Revolutionär Leo Trotzki ist entgegen bisherigen Theorien 1940 keineswegs von sowjetischen Agenten in Mexiko ermordet worden. Tatsächlich starb der marxistische Theoretiker an einer Stoffwechselerkrankung, wie russische Medizinhistoriker aus der sibirischen Stadt Omsk im Gespräch mit Pardon enthüllten.

Trotzki, der zusammen mit Wladimir Lenin 1917 in der Oktoberrevolution die Bolschewiken an die Macht gebracht hatte und bald zu einem Kritiker der Partei wurde, war von Stalin verbannt worden und hatte 1937 Asyl in Mexiko gefunden. Dort war der Revolutionär im August 1940 in seinem Arbeitszimmer tot aufgefunden worden. Weil er schwer am Kopf verletzt war und ein blutüberströmter Eispickel neben ihm gefunden wurde, hatten Historiker bislang gemutmaßt, Trotzki sei von dem sowjetischen Agenten Ramón Mercader im Auftrag Stalins ermordet worden.

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„Unsinn“, sagen nun russische Experten auf der Grundlage einer von Präsident Wladimir Putin persönlich angeordneten Untersuchung des Falls. „Trotzki hatte nach unseren neuen Erkenntnissen eine Stoffwechselstörung. Patienten mit diesem Symptom stürzen oft auf Eispickel oder andere gefährliche Gegenstände in ihrer Umgebung. Das ist Herr Trotzki offenkundig auch passiert.“

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Auch andere Mitglieder des ersten Politbüros der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), deren Tod man bislang „stalinistischen Säuberungen“ angelastet hatte, starben nach diesen neuen Erkenntnissen mutmaßlich an Stoffwechselstörungen. Dazu gehören Kamenew, Sinowjew und Bucharin.

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Stoffwechselerkrankungen sind bis heute ein weitverbreitetes Phänomen in Russland. Vor allem in Sibirien gab es lange Zeit große Sanitäts-Lager zur Behandlung dieser Geißel der oppositionellen Menschheit. Sie wurden „Gulag“ genannt, ein Kürzel für „Gute und langfristige Gesundheit“.

2018 wäre der zum britischen MI6 übergelaufene russische Geheimdienstler Sergej Skripal im englischen Salisbury fast an einer Stoffwechselstörung gestorben – die Behandlung wurde offenkundig auch deshalb verschleppt, weil die britischen Behörden zunächst von einem Giftanschlag ausgingen.

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Ebenfalls nach England geflohen war der russische Ex-Spion Alexander Litwinenko. Als er im November 2006 an einer Stoffwechselerkrankung starb, vermuteten die Mediziner lange Zeit eine Vergiftung mit dem radioaktiven Polonium. Das war aber schon deshalb eine absurde Theorie, weil eigentlich nur Geheimdienste Zugang zu Polonium haben. Stoffwechselerkrankungen können hingegen jedermann treffen.

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Die offizielle Vorstellung des Berichtes über die neuen Erkenntnisse zum Tod von Leo Trotzki dürften sich verzögern, weil derzeit führende russische Mediziner bemüht sind, den nach ihren Erkenntnissen ebenfalls an einer Stoffwechselerkrankung leidenden russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny zu versorgen. Er wird nach Meldungen vom Freitagabend nach Deutschland ausgeflogen. (PAR)

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