Die Ankündigung hat das ganze Land überrascht: Nach den Sommerferien sollen alle Schulen wieder öffnen – und auf die Abstandsregel verzichten! Dieser Beschluss der Kultusministerkonferenz wurde am Donnerstag bekannt und löste Rätselraten aus: Warum sollen die 1,50 Meter zwischen den Schülern, die von Virologen bislang stets als wichtig dargestellt wurden, nicht mehr eingehalten werden?.

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Die Antwort gibt Hedi Wargrun, Lehrerin für die Sekundarstufe 1 in Bremen: „Ganz ehrlich, unsere Kids waren mit dem Abschätzen oder gar Ausrechnen der Länge von 1,50 Meter überfordert. Manche haben gefragt: ‚Was ist 50‘ und die anderen ‚Was bedeutet Meter‘.“

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Man müsse den Schülern zugutehalten, dass sie im vorigen Jahr den Anschluss in Mathe wie auch in anderen Fächern verloren haben – „die Freitagsdemos, Sie wissen schon, ‚Fridays for Fehlen‘. Das hat nicht das Klima gerettet, aber unseren Kindern die Noten versaut.“

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In einer Berliner 5. Klasse wussten sich die cleveren 14-Jährigen hingegen zu helfen ­– zumindest vorübergehend. „Einer, der Lukas, ist zufällig genau 1,50 Meter groß“, sagt Lehrer Thomas Henning. „Da haben ihn der Cem und die Lea immer gepackt und auf den Boden gelegt, so als Abstandshalter. Aber im Laufe der Zeit hatte der Lukas keine Lust mehr, es sind zu viele Kinder auf ihn drauf getreten. Kaum hatten die Eltern ihn krank gemeldet, war es in der Klasse vorbei mit Social Distancing.“

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Allerdings behalfen sich einige Schüler mit klugen Faustformeln. „Die haben dann zu den anderen gesagt: ‚Ey, Opfer, wenn dich meine Faust trifft, bist du mir zu nah gekommen. Passt du auf, Alter.“ Das sei ein „harscher, sehr aggressiver Ton – aber bestimmt besser, als wenn sich die Kinder zu nah kommen“. (PAR)