Ein Sprecher der Corona-Demonstrationen in Berlin hat  das Bedauern der Organisatoren über den Sturm auf das Reichstagsgebäude betont. „Das war ein Missverständnis. Wir wollten nur ins Gebäude“, sagte Wilhelm Friedrich Rotbart am Montag. „Da haben sich diese drei Männer in schwarzen Jacken vor uns gestellt. Wir wären nie auf die Idee gekommen, dass das Polizisten waren, keiner von denen hatte eine Pickelhaube. Oder einen Säbel. Als ich hörte, so sei die Polizei heute gekleidet, durchfuhr mich der Gedanke: Potzblitz! Mich deucht, es ist einiges passiert während des kurzen Aufenthalts im Kyffhäuser!“

Als Polizisten noch zu erkennen waren, damals, in Köpenick, mit Heinz Rühmann, der gar bald zum Hauptmann werden sollte, Lichtbild: Picture Alliance

Man respektiere „selbstverständlich das Gewaltmonopol des Reichs. Darum haben wir den ganzen Tag auf Brieftauben mit neuen Nachrichten gewartet. Aber nicht ein einziges Mal hat sich der Kaiser gemeldet und uns aufgefordert, das Gelände vor dem Reichstag zu verlassen. Einen solchen Befehl hätten wir sonst sofort befolgt.“

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Dass jetzt gegen die Demonstranten, die auf die Treppe gestürmt waren, wegen „Landfriedensbruch“ ermittelt werden, halte er „für eine Schurkerei sondergleichen, die gar dringlich nach einem kaiserlichen Pardon rufet“, sagte Rotbart. Er sei aber zuversichtlich, dass sich die Angelegenheit rasch aufklären lasse.

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Auf die Frage, wie die Demonstranten sich denn die Bekämpfung des Corona-Virus vorstellten, kraulte Rotbart nachdenklich seinen haarigen Gesichtsrahmen und sprach dann von einem notwendigen „Dreikaiserabkommen zwischen unserer kaiserlichen Hoheit und fernerhin den Regenten von Russland und von Österreich-Ungarn“. In diesem Abkommen solle festgelegt werden, dass es das Virus nicht gebe. „Einen Tag später gibt es keinen einzigen Infizierten mehr. Da wette ich mit Ihnen um der Taler 20.“ (PAR)

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