Nach dem Auftauchen von Videos, in denen Polizisten ausgesprochen handfest mit jugendlichen Gewalttätern umgehen, sollen die Innenminister von Bund und Ländern neue Vorschriften für ihre Beamten beschließen. Eckpunkte für einen „Weg zu einer friedlicheren und gerechteren Gesellschaft“ wurden in einer Empfehlung von Initiatoren der bundesweiten Party- und Eventszene formuliert, die Pardon exklusivst vorliegt.

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Darin heißt es, wenn Randalierende künftig Aufforderungen von Polizisten ignorieren, ihre Aktionen einzustellen, sollen die Beamteten unverzüglich Sozialarbeitende oder Psychologen rufen. „Die Streetworker oder Psycholog*innen werden die Situation eskalieren“, heißt es. „Sie bringen Chaot*in und Polizist*in in einen Stuhlkreis und lassen die beiden ihren Streitpunkt ausräumen.“

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Eingeräumt wird, dass es Fälle gebe, in denen die in der Regel minderprivilegierten Schläger*innen sich auf derartige Übungen nicht einlassen und weiterhin beispielsweise Steine werfen. „In solchen Fällen sollte man diese jungen Menschen für mehrere Minuten ignorieren und darauf vertrauen, dass ihnen irgendwann die Lust an Gewalt und Zerstörungen verloren geht. Dann sind sie eventuell gelangweilt und zu Gesprächen bereit.“

Eine andere Möglichkeit bestehe darin, diese zumeist jungen Menschen in Talkshows kooperierender Fernsehsender einzuladen, „wo sie Verständnis erwecken können für ihre zumeist miserable Situation und gesellschaftliche Reformen einfordern können“. Auch das werde sie „vielleicht von direkter Gewalt abbringen“. Mehr noch: Daraus könnten Berufsaussichten entstehen: „Der Chaot, der heute in einer Talkshow sitzt, kann schon morgen deren Moderator sein.“

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Sollte sich dieser Effekt jedoch nicht einstellen, sei „niederschwellige körperliche Pression seitens der Beamteten möglicherweise nicht zu vermeiden“, heißt es weiter. „Dann kann die randalierende Person als ultima ratio zu Boden gezwungen werden. Anwesend dabei müssen aber unbedingt Sanitäter sein, die zuvor eine Matratze oder ein weich gepolstertes Feldbett an der Stelle der Auseinandersetzung positionieren, damit besagte Person nicht Druckstellen oder blaue Flecken vom Asphalt oder sonstigen Straßenbelag bekommt.“

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Auch für kleine Snacks sowie Erfrischungen in Form von Getränken sei seitens der Polizeibeamten zu sorgen: „Die Einsatzkräfte sollten daran denken, dass sie Freund*in und Helfer*in der Minderprivilegierten sind. Aber: Bitte möglichst keinen Alkohol anbieten. Auch synthetische Partydrogen wie Speed, Ecstasy, LSD, GHB oder Meth sollten allenfalls in kleinen, maximal haushaltsüblichen Mengen verabreicht werden.“ Wenn diese zuvor bei einem szenebekannten Dealer gekauft würden, „ist auch das ein Weg, um das Vertrauensverhältnis zwischen Anwohnern und Polizeikräften zu verbessern“.

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Gleichwohl dürfe nicht zugelassen werden, dass Randalierende „größere Zerstörungen“ in der Öffentlichkeit begehen. Allerdings: „Um Spannungen zu reduzieren, können die Polizeikräfte ein Auge zudrücken, wenn lediglich mal eine Mülltonne umgestoßen, das Schaufenster eines Kreditinstituts beschmiert oder ein extrem umweltschädlicher SUV abgefackelt wird“, lauten die Tipps für einen verständnisvolleren Umgang mit Gewalttätigen. (PAR)

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