Danke, Corona! Es ist Zeit, dem Virus zu danken. Danke beispielsweise im Namen der alten weißen Männer. Endlich werden sie nicht mehr als Täter bezeichnet, sondern als potenzielle Opfer bedauert. Danke im Namen der älteren Damen. Die Enkelkinder beschimpfen sie nicht mehr als Umweltsäue, sondern hoffen, dass sie noch lange im Hühnerstall Motorrad fahren.

Danke, Corona, im Namen der Fußball-Profis, die bei ihren Geisterspielen endlich weniger von Pfeifkonzerten behelligt werden als die Sportkameraden in der 3. Kreisliga. Danke, Corona, im Namen der Abiturientia 2020. Nie gab es eine so unangreifbare Erklärung für schlechte Noten. Danke im Namen der Sozialisten. Endlich wurde das Marktversagen bewiesen. Konkret das Versagen des Wildtiermarktes in Wuhan. Danke im Namen der AfD, die ja immer schon gesagt hat: Grenzen sind geil.

Danke, Corona, im Namen der Fridays-for-Future-Kids: Sie schwänzen weiter freitags die Schule, und alle schwänzen mit, jeden Tag, sogar ohne Hüpfen.

Danke, Corona, danke im Namen des BER. Jetzt ist Schluss mit Witzen über den leicht verspäteten Berliner Großflughafen. Bei den Konkurrenten ist nämlich auch kaum mehr los.

Danke, Corona, im Namen der Grünen. So wenig CO2-Emission war seit der Erfindung der Milchkuh nicht mehr. Danke im Namen von Olaf Scholz (weiß jemand, was aus NoWaBo und Saskia Esken wurde?). Danke, Corona, im Namen von CDU/CSU. Wow, es gibt nur noch eine große Partei. Und’n paar kleine.

Danke, Corona, im Namen der Weisheiten indigener Völker: Erst wenn der letzte Flug gestrichen und der letzte Feuerwasser-Ausschank geschlossen wurde, werden wir begreifen, dass man Viren nicht essen kann. Naja, nicht essen sollte.

Danke, Corona, danke im Namen der Islamisten. Endlich verhüllen auch ungläubige Schlampen ihr Gesicht. Und das mit den Haaren bekommen wir auch noch hin.

Danke im Namen der Autoindustrie. Na, wer träumt jetzt noch von einem Leben nur mit Bus und Bahn und Liegerad?!

Danke, Corona, im Namen der Bankräuber. Nie zuvor ernteten sie anerkennendes Nicken, wenn sie sauber maskiert die Filiale betraten. Danke, Corona, im Namen der Lehrer. Jetzt haben die homeschoolenden Eltern begriffen, dass die miesen Noten der Kids nicht unsensiblen Pädogogen anzulassen waren, sondern schlicht der Doofheit des Nachwuchses geschuldet sind. Und danke, Corona, im Namen der Grippe-Viren: Wenn sie in der nächsten Saison zurückkehren, erscheinen sie uns so lieb wie Teddybären. Der Grizzly nämlich ist dann endlich um die Ecke.