Seine Forderung nach einer Verlegung des Termins für die Präsidentschaftswahl am 3. November fand weder bei den Demokraten noch bei seinen Republikanern Zustimmung. Darum hat Donald Trump jetzt per Präsidentenerlass den Kalender rückdatiert. „Wir haben nicht Ende Juli 2020“, erklärte Trump bei der Unterzeichnung einer entsprechenden Executive Order im Oval Office, „sondern, sagen wir mal… den 1. August 2017. Und von meiner Amtszeit ist erst ein halbes Jahr vorüber.“ Die Demokraten protestierten scharf gegen diese Maßnahme und bezeichneten sie als „anmaßend und verfassungswidrig“.

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Der Präsident versicherte hingegen, er handele nicht aus Angst vor einer möglichen Wahlniederlage. „Es geht mir ausschließlich um meine Landsleute“, sagte Trump in seinem Haussender Fox News. „Weil das chinesische Virus Corona erst Anfang 2020 seinen Weg nach Amerika finden wird, haben wir mit dem smarten Trump-Kalender zweieinhalb Jahre Zeit gewonnen, um eine schöne große Mauer zu bauen – diesmal nicht nach Mexiko, sondern entlang der Pazifikküste, um die Chinesen draußen zu halten. Make America immune again!“ Damit rette er „hunderttausenden Amerikanern das Leben, wahrscheinlich sogar vielen Millionen, ach was, einer Milliarde fellow citizens.“ Er hoffe, die „korrupten Medien“ würden dies „fair“ darstellen.

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Trump gab zugleich zu bedenken, „dass mein Herausforderer, sleepy Joe Biden, bei der Wahl in mehr als drei Jahren nun schon 80 Jahre alt sein wird“. Das könne man einem Mann, „der doch jetzt schon debil wirkt, nicht zumuten, und darum rufe ich die korrupten und unfähigen Demokraten auf, es mit einer Frau als Spitzenkandidatin zu versuchen – beispielsweise mit der betrügerischen Hillary Clinton.“ Diesen Hinweis gebe er nur, „um unser Land wieder zusammenzuführen.“

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Die Demokraten lehnten hingegen sowohl die „willkürliche Datums-Festsetzung nach dem größenwahnsinnigen Trump-Kalender“ wie auch den Vorschlag, Joe Biden die Kandidatur zu entziehen, energisch ab. „Das ist einzigartig“, sagte Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses. „Wie kann man auf so eine krude Idee kommen?! Einen neuen Kalender einführen? Das hat es seit Julius Cäsar und seit Papst Gregor XIII. 1582 nicht mehr gegeben.“

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Joe Biden reagierte zwischen Gähn-Attacken ebenfalls gereizt: „Was? Ich soll mich weitere drei Jahre in meinem Keller verschanzen, um dann am Tag nach der Wahl als Präsident wieder herauszuspazieren? Das akzep…tiere ich…nie…im…Le….“ Gleichmäßige Atemgeräusche ließen erkennen, dass der Präsidentschaftskandidat kurzentschlossen ein Nickerchen eingelegt hatte.

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Beim Präsidenten kam die geharnischte Kritik von Pelosi als Lob an. Trump twitterte: „Endlich! Die schreckliche Nancy Pelosi hat meine Größe anerkannt und stellt mich nun in eine Reihe mit dem fantastischen griechischen Präsidenten Julian Cäser und einem ganz wunderbaren Papst.“

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Gleich anschließend beschwerte sich das Weiße Haus bei dem Kurznachrichtendienst. „Das unter dem Tweet angegebene Datum suggeriert, der Präsident habe diese Fakten erst 2020 getwittert. Tatsächlich muss das Datum aufgrund des Präsidentenerlasses auf 2017 korrigiert werden.“ Sollten Twitter und andere soziale Medien der Aufforderung nicht binnen 24 Stunden nachkommen, werde der Präsident die Nationalgarde ins Silicon Valley entsenden. (PAR)

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